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Die ABDA informiert

Apothekenbetriebsordnung: Neue Anforderungen an Apotheken

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Die Apothekenbetriebsordnung, das "Grundgesetz der Apotheken", wird novelliert. Das hat das Bundeskabinett heute beschlossen. Damit wird die Verordnung voraussichtlich im Juni 2012 in Kraft treten.

"Die Bundesapothekerkammer begrüßt die Stärkung der Individualapotheke", sagt Erika Fink, Präsidentin der Bundesapothekerkammer (BAK). Fink begrüßt auch die Bewertung von Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr, der die wohnortnahe Versorgung durch inhabergeführte Apotheken unterstützen will und die große Rolle der Apotheken für die Patientensicherheit anerkennt.

In der novellierten Apothekenbetriebsordnung werden unter anderem die Qualitätsstandards gestärkt. Der Gesetzgeber hat dabei verschiedene Vorschläge der Bundesapothekerkammer aufgegriffen, zum Beispiel ein Qualitätsmanagementsystem (QMS) für alle Apotheken verpflichtend einzuführen. Fink: "Der Gesetzgeber nutzt unsere Vorarbeit, die wir bei der Entwicklung eines apothekenspezifischen QMS geleistet haben. Das ist sinnvoll."

Durch die neue Apothekenbetriebsordnung werden die Apotheken aber auch belastet, etwa durch einen höheren Dokumentationsaufwand. "Schon heute werden die Apotheken für ihre vielfältigen Aufgaben nicht angemessen entlohnt. Wir fordern deshalb eine Anpassung des Apothekenhonorars", so Fink.

In der Fortentwicklung der im Wesentlichen aus dem Jahr 1987 stammenden Verordnung hat sich die BAK über einen etwa zweijährigen Zeitraum intensiv eingebracht. Fink: "Es ist gut, dass das Verordnungsgebungsverfahren jetzt abgeschlossen ist."


Quelle: Pressemitteilung der ABDA, v. 09.05.2012

 

Wechsel im Vorstand der Bundesapothekerkammer

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Wolfgang Pfeil (46) ist neues Mitglied des Geschäftsführenden Vorstands der Bundesapothekerkammer. Dazu wählte ihn heute die Mitgliederversammlung der Bundesapothekerkammer einstimmig im Rahmen einer Nachwahl. Er folgt auf Thorsten Gottwald, der wegen eines Wechsels seines beruflichen Status sein Amt niedergelegt hat.

Pfeil ist als Angestellter in einer öffentlichen Apotheke in Bonn beschäftigt und Mitglied des Vorstands der Apothekerkammer Nordrhein. Pfeil: "Ich bin überzeugt, dass die wohnortnahen Apotheken unverzichtbar sind und bleiben und dass Apotheker in erster Linie Heilberufler sind. Angestellte und Inhaber können die unabhängige Apotheke nur gemeinsam erhalten."

Zum Geschäftsführenden Vorstand der Bundesapothekerkammer gehören weiterhin Erika Fink (Präsidentin), Lutz Engelen (Vizepräsident), Dr. Christina Bendas und Dr. Andreas Kiefer. Ende 2012 wird der Geschäftsführende Vorstand der Bundesapothekerkammer turnusgemäß neu gewählt.


Quelle: Pressemitteilung der ABDA, v. 08.05.2012

 

Rabattverträge auf Rekordniveau: Millionen Patienten müssen sich umstellen

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Millionen Patienten müssen sich derzeit an neue Rabattarzneimittel gewöhnen, wenn sie Rezepte in ihrer Apotheke einlösen. In den vergangenen Wochen sind neue Rabattverträge einiger großer Krankenkassen in Kraft getreten. Die Anzahl der zwischen Kassen und Pharmaherstellern geschlossenen Rabattverträge war bereits von 9.300 (2009) und 12.400 (2010) auf 16.400 (2011) gestiegen - ein neuer Höchststand. Umgesetzt werden diese Rabattverträge von den Apothekern, denn sie klären die Patienten bei Bedarf über die pharmazeutischen Aspekte der Umstellung auf. Darauf weist der Deutsche Apothekerverband (DAV) hin.

"Seit 2007 setzen die Apotheken alle Rabattverträge der Kassen zuverlässig um", sagt DAV-Vorsitzender Fritz Becker: "Doch kommt es immer wieder zu Problemen bei der Umstellung. Eine unzweckmäßige Herstellerauswahl kann zu Lieferengpässen in der Apotheke führen oder Verwirrung bei den Patienten stiften." Becker: "Mein Appell an die Kassen lautet: Stellen Sie die Versorgungsqualität Ihrer Versicherten wieder stärker in das Zentrum Ihres Handelns, auch wenn es dabei ein paar Euro weniger Rabatt von der Industrie gibt." Für die Apotheken habe sich der Beratungsaufwand durch die Rabattverträge deutlich erhöht. "Diese Mehrleistung ist auf Dauer ohne eine Anpassung der Honorierung nicht tragbar", so Becker.

Die Anzahl der rabattierten Arzneimittel - gemessen anhand ihrer Pharmazentralnummern (PZN) - stieg von 26.900 (2009) und 27.200 (2010) auf 28.500 (2011). Im Jahr 2011 wurden 332 Mio. Generika-Packungen als Rabattarzneimittel in Apotheken abgegeben; 2010 waren es 302 Mio. gewesen; 2009 waren es 308 Mio. Generika-Packungen. Laut Bundesgesundheitsministerium sparten die gesetzlichen Krankenkassen im Jahr 2011 rund 1,6 Mrd. Euro durch Rabattverträge ein. 2010 waren es etwa 1,3 Mrd. Euro, 2009 etwa 850 Mio. Euro gewesen.


Quelle: Pressemitteilung der ABDA, v. 04.05.2012

 

Hälfte des Apothekenrückgangs in drei Bundesländern

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Die Apothekenanzahl sinkt am stärksten in Bayern (-44), dahinter folgen Nordrhein-Westfalen (-34) und Hessen (-24). Der Freistaat, der nach Bevölkerungs- und Apothekenanzahl auf dem zweiten Platz liegt, erlebt somit einen höheren Rückgang als das größte und das fünftgrößte Bundesland. Die drei Länder zusammen verzeichnen die Hälfte des bundesweiten Rückgangs um -203 im Jahr 2011. Die Gesamtzahl von 21.238 Apotheken ist in Deutschland der niedrigste Wert seit 15 Jahren. Das berechnete der Deutsche Apothekerverband (DAV) im Vorfeld des DAV-Wirtschaftsforums, das am 26./27. April in Potsdam stattfindet.

„Die Apotheken erbringen ihre Leistungen zu den Kosten von heute und den Honoraren von vor acht Jahren“, sagt DAV-Vorsitzender Fritz Becker. „Das Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz – kurz: AMNOG – bürdet den Apotheken auch in diesem Jahr weitere Zusatzbelastungen auf, wie etwa durch den erhöhten Zwangsabschlag für die Krankenkassen.“ Laut Arzneimittelpreisverordnung liegt das Fixhonorar seit 2004 bei 8,10 Euro – abzüglich 2,05 Euro laut AMNOG. Becker fordert: „Wir brauchen eine Anpassung der Vergütung pro rezeptpflichtigem Arzneimittel an die allgemeine Kostenentwicklung. Vor allem die Nacht-  und Notdienste, die Rezepturen und die Abgabe von Betäubungsmitteln müssen leistungsgerecht bezahlt werden.“

Mit einer Apothekendichte von rund 3.800 Einwohnern pro Apotheke liegt Deutschland zwischen seinen Nachbarländern Polen (3.600) und Tschechien (4.500). In Frankreich muss jede Apotheke im Durchschnitt nur 2.800 Menschen versorgen, in Österreich dagegen 6.600 Einwohner. Die geringste Apothekendichte haben Dänemark (17.700) und die Niederlande (8.300), die größte Apothekendichte besitzen Griechenland (1.200) und Bulgarien (1.700). Der EU-Durchschnitt liegt bei 3.300 Einwohnern pro Apotheke.


Quelle: Pressemitteilung der ABDA, v. 19.04.2012

 

Fortbildungsrekord bei Apothekenpersonal

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Neue Rekordwerte in der Fortbildung von Apothekern und der Apothekenmitarbeiter: Die Apothekerkammern der Länder boten im vergangen Jahr 2.630 Fortbildungsveranstaltungen für Apotheker und andere Apothekenberufe an und konnten dabei 121.000 Teilnehmer registrieren. Die Zahl der angebotenen Fortbildungsveranstaltungen stieg im Vergleich zum Vorjahr erneut an um 2,9 Prozent an. Auch bei der Teilnehmerzahl wurde mit über 121.000 Teilnehmern ein neuer Höchststand erreicht. Bei diesen Zahlen noch nicht erfasst wurden die Teilnehmer von Fortbildungen anderer Anbieter. „In den letzten zehn Jahren haben sich die Teilnehmerzahl und die Anzahl der von den Apothekerkammern angebotenen Fortbildungsmaßnahmen mehr als verdoppelt. Das zeigt zweierlei: Apotheker wissen erstens, wie wichtig eine regelmäßige Fortbildung ist. Zweitens decken die Apothekerkammern diesen Bedarf exzellent ab“, sagt Erika Fink, Präsidentin der Bundesapothekerkammer. Die Apothekerkammern der Länder akkreditierten zudem 6.640 Veranstaltungen anderer Anbieter.

Ein thematischer Schwerpunkt der Apothekerkammern waren Fortbildungen zu Rezepturen: Knapp 3.000 Teilnehmer besuchten eine der 93 Fortbildungen zur Rezepturherstellung. Fortbildungen zur Palliativversorgung wurden von mehr als der Hälfte der Apothekerkammern angeboten, zum Teil mehrfach. Apotheker besuchten im Jahr 2011 Zertifikatfortbildungen zu den Themenbereichen Diabetes, Interaktionen, Wundversorgung, Asthma und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Auch die Mustervorträge der Bundesapothekerkammer zu verschiedenen Selbstmedikationsthemen wurden gut angenommen. Mehr als 1.400 Apotheker frischten  anhand von Fallbeispielen ihr Wissen zu Husten, Kopfschmerzen, Verstopfung, Schlafstörungen und allergischen Reaktionen auf.


Quelle: Pressemitteilung der ABDA, v. 10.04.2012

 


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