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Das Ende der Buckelpiste: Ortsdurchfahrt Hohen Neuendorf wird saniert

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Landesbetrieb Straßenwesen kündigt Straßenreparatur auf der Schönfließer Straße zwischen Ruhwaldstraße und HDZ an

Hohen Neuendorf – Aufatmen für Stoßdämpfer: Eine unbeschwerte Ortsdurchfahrt durch Hohen Neuendorf auf der L171, Schönfließer Straße avisiert der Landesbetrieb Straßenwesen etwa ab Oktober dieses Jahres. Ab Mitte August soll im Abschnitt zwischen Ruhwaldstraße und HDZ die Fahrbahndecke auf einer überwiegenden Breite von 8 Metern in Asphaltbauweise erneuert werden, rund 12 Wochen sollen die Arbeiten dauern. Diese Zielstellung benannte Hans-Jürgen Otte als verantwortlicher Projektmanager des Landesbetriebes Straßenwesen bei der gestrigen Abstimmungsrunde zwischen allen Beteiligten Trägern im Hohen Neuendorfer Bauamt. Stadtverwaltung, Untere Verkehrsbehörde des Landkreises, Polizei und Oberhavel Verkehrsgesellschaft (OVG) waren zusammengekommen, um aus erster Hand über die Planungen informiert zu werden und die jeweiligen Erfordernisse einzuarbeiten.

Im ersten Bauabschnitt zwischen Ruhwaldstraße/Puschkinallee und Elfriedestraße erfolgt auf einer Länge von 330 Metern ein grundhafter Ausbau, d.h. die Pflasterdecke wird aufgenommen, der Boden vorbereitet, parallel wird eine neue Straßenentwässerung verlegt und schließlich eine Asphaltschicht aufgebracht. Für diese Zeit ist eine Vollsperrung des Streckabschnitts unumgänglich. Zwar wird die Straße in dieser Zeit nicht befahrbar sein, die Gehwege bleiben aber unberührt und der Anlieferverkehr für Gewerbetreibende wird nach Absprache organisiert. Behelfsbrücken sollen dennoch die Querung der Straße und der Zugang zu den Geschäften, Restaurants und der Kita für Fußgänger und Radfahrer so komfortabel wie möglich gestalten. Mit dem Auto erreicht man die Kita in der Hubertusstraße weiterhin über die Ruhwaldstraße. Die Behörde werde in den nächsten Tagen Anwohner und Gewerbetreibende persönlich anschreiben und mit Detailinformationen versorgen, versicherte Otte der Verwaltung. Der Zugang zur Ruhwaldstraße/Puschkinallee bleibt durch die Bauarbeiten unberührt.

Ebenfalls Mitte August beginnen die Bauarbeiten im zweiten, sich anschließenden, rund 440 Meter langen Bauabschnitt zwischen Elfriedestraße und HDZ. Hier ist der Ausgleich des Untergrundes, anfräsen der Asphaltdecke und das Aufbringen eines Dünnschichtbelages geplant. Vor dem Amarita Seniorenzentrum soll eine geh- und sehbehindertengerecht barrierefreie Mittelinsel als Querungshilfe eingebaut werden. Dieser Straßenabschnitt wird voraussichtlich jeweils nur für kurze Zeit voll gesperrt werden, ansonsten teilweise befahrbar bleiben. Die Zufahrt für das HDZ wird über zwei Behelfszufahrten gesichert.

Umleitungen wird die Verkehrsbehörde ausgewiesen: Sie sollen für den Durchfahrtsverkehr über Birkenwerder und Bergfelde führen, wie dies bereits 2007 im Ausbau des Abschnittes vor der S-Bahnbrücke der Fall war. Anlieger und die Busse mit Schülerverkehr werden voraussichtlich einen engeren Umgehungsradius finden. Hier sagte die Stadtverwaltung der OVG eine praxisorientierte Herangehensweise zu.

Die Wermutstropfen verschwieg Otte im Planungsgespräch nicht. Die verfügbaren finanziellen Mittel aus dem Landeshaushalt erlaubten keinen grundhaften Ausbau auf dem gesamten Streckenabschnitt, deshalb ist teilweise eine hochwertige Reparatur vorgesehen. Der zweiten Punkt betrifft kurze Abschnitte vor und hinter der Brücken nach Bergfelde bis zur August-Müller-Straße. Hier verzichte der Landesbetrieb zunächst auf den Ausbau, da in den nächsten zwei bis fünf Jahren die Sanierung und ggf. Aufweitung der Brücke durch die Deutsche Bahn in Aussicht gestellt sei, insofern habe der Kostenaspekt jetzt dazu geführt, die aktuelle Baumaßnahme hinter dem HDZ zu beenden.

„Nach Jahren der Hängepartie und des Bemühens bin ich herzlich froh, dass wir unseren Streckenabschnitt in Hohen Neuendorf auf der Prioritätenliste des Landes nach oben hieven konnten und wir hier gute Unterstützung vom Landesbetrieb Straßenwesen bekommen. Ich bin sicher, dass diese Zusammenarbeit weiterhin gut verläuft und wir im Oktober gemeinsam bei der Freigabe die Durchfahrtgeschwindigkeit wieder von 20 auf 50 hochsetzen können“, zeigte sich Bürgermeister Klaus-Dieter Hartung angesichts dieser guten Nachrichten erwartungsfroh.


Quelle: Pressemitteilung der Stadt Hohen Neuendorf, v. 15.05.2012

 

Jüdisches Leben in Borgsdorf

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+ Grundschüler nehmen in Rundgängen und Interviews Kontakt mit ihrem Ortsteil und seiner Geschichte auf +

Borgsdorf - "Hewenu schalom alejchem" singt Annett Stephan in ihrem privaten Wintergarten mit klarer, hoher Stimme, begleitet von rund 20 Kinderstimmen, die dieses Lied heute von ihr gelernt haben. Die Mädchen und Jungen der 4. bis 6. Klasse der Borgsdorfer Grundschule sitzen im Halbkreis auf Kissen auf dem Boden und lauschen ihr andächtig. Auch ihren Geschichten, die die Goldschmiedin tief berührt erzählt. Um ihren Großvater geht es heute, den ungarischen Juden Kalman Krakovits, geboren 1917, vergast von den Nazis 1944 auf dem Weg von Engerau nach Mauthausen, deportiert, zu Fuß. Aus seinen Lebenserinnerungen liest Annett Stephan vor. Mucksmäuschenstill ist es im Raum, als sie beschreibt, wie die Juden ohne Essen und Trinken, krank, verlaust, verfloht mit schlechten oder ohne Schuhe bei Kälte mehr als 40 Kilometer laufen mussten, vor sich hergetrieben von Aufsehern der SA auf Fahrrädern oder Autos. Wer auf die Toilette musste, wurde erschossen. Danach wartet ein Schiffstransport, 6 Tage sind die Menschen zusammengepfercht wie Vieh, ohne Toilette, ohne Nahrung, wer entkräftet stirbt bleibt liegen, zwischen den anderen - tagelang...
Die schlimmen Stellen erspart Annett Stephan den Kindern, will sie nicht überfordern. Aber die Schüler sind ins Grübeln gekommen, etwa 6 Kilometer waren sie an diesem Tage gelaufen, mit Verpflegungsrucksack und guten Schuhen, so mancher hatte darüber gestöhnt.
"Erinnert euch daran, wenn ihr das nächste Mal über jemanden lästern wollt, nur weil er keine Markenhose trägt oder nicht das neueste Handy hat. Seid tolerant und fair. Lästern und Mobbing ist der Anfang des unvorstellbar Schrecklichen, was die Juden unter den Nazis erleiden mussten. Denkt darüber nach!", gemahnte die Borgsdorferin bei der Verabschiedung. Die Kinder gehen betroffen und traurig zurück in den Sonnenschein, ihre Exkursion im Rahmen der Projektwoche in Richtung Schule fortsetzend. Sie suchten in dieser Woche jüdisches Leben in Borgsdorf - und hatten nicht erwartet, dass es so weh tun könnte, welches zu finden. Obwohl das so lange her ist. Obwohl mich das nichts angeht. Obwohl mich das nichts angeht? Der zweite Tag der Projektwoche an der Borgsdorfer Grundschule war ein sehr persönlicher, aufrüttelnder Tag.

Das Projekt „Borgsdorf in den Jahren 1933 bis 1945 und heute: Wir suchen Spuren von Borgsdorfern jüdischen Glaubens“ betreute Direktorin Sybill Pelka-Maywald. Aber wo sollte man anfangen. Um einen Einstieg und Anhaltspunkte für die Suche zu erhalten, luden die Schüler Petra Schmidt und Dr. Dietrich Raetzer vom Geschichtskreis Hohen Neuendorf zum ersten Projekttag zu einem Gespräch ein. Mit den erhaltenen Informationen machten sich die Schüler zu einem Rundgang durch Borgsdorf auf. Ziel war es, Häuser aufzusuchen, in denen Menschen jüdischen Glauben vor 1945 gewohnt hatten. Viele Fragen hatten die jungen Geschichtsforscher, die sie den heutigen Bewohnern der Häuser stellen wollten. „Nicht jeder Bewohner konnte unsere Fragen beantworten.“, berichteten Gina und Zoe, Schülerinnen der 6. Klasse.

Um noch mehr über die Situation der jüdischen Menschen zur damaligen Zeit zu erfahren, traf man sich mit der Zeitzeugin Ruth Winkelmann zu einer Lesung. Ruth Winkelmann wirkte bei den Stolpersteinverlegung in Hohen Neuendorf mit. Sie ist die Tochter von Hermann Jacks, für den im Juni 2010 in der Erdmannstraße 4 in Hohen Neuendorf ein Stolperstein verlegt worden ist. Donnerstag stand noch ein Termin beim Geschichtskreis in Hohen Neuendorf an. Bei dieser Gelegenheit machten die Besucher aus Borgsdorf einen Rundgang durch die Geschichtsremise. Im Anschluss gingen die Schüler zu den bereits verlegten Stolpersteinen in Hohen Neuendorf. Aber nicht nur um sie zu betrachten, sondern auch um sie zu putzen.

Alle Informationen und Erlebnisse des Projektes sind in einem Tagebuch festgehalten. Aber es soll nicht nur ein Projekt bleiben. Vielmehr wird eine Geschichts-AG gegründet, die sich weiter diesem Thema widmet und dazu forscht. Ziel der AG soll es sein, auch in Borgsdorf Stolpersteine verlegen zu können, um an verschwundenes jüdisches Leben zu erinnern.


Quelle: Pressemitteilung der Stadt Hohen Neuendorf, v. 11.05.2012

 

Wer, wie, was …, Borgsdorfs Grundschule forscht

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+ Projektwoche begeistert Schüler und Lehrer +

Borgsdorf – Dass Forschen Spaß macht, stellten die Schüler der Borgsdorfer Grundschule in der Woche vom 23. bis zum 27. April fest. Aus 13 Projekten konnten die Schüler auswählen. So standen unter anderem Projekte wie „Wie stabil ist Papier?“, „Wetter und Klima“, „Vulkane, Erdbeben, Tsunamis“ oder „Borgsdorf in den Jahren 1933 bis 1945 und heute: Wir suchen Spuren von Borgsdorfern jüdischen Glaubens“ zur Auswahl. „Die Ideen zu den Projekten stammen größtenteils aus Schülervorschlägen.“, so die Direktorin Sybill Pelka-Maywald, die sichtlich stolz auf alle Ergebnisse der Projektwoche ist. Ver-ständlicher Weise, denn die 270 Schüler der Borgsdorfer Grundschule sind sehr fleißig gewesen. Sie bauten Vulkane, stellten aus Löwenzahn Farbe her, musizierten nach Noten Mozarts, untersuchten das Wetter und Klima mit selbstgebauten Messinstrumenten, stellten Anhänger aus Recyclingmaterial her, schöpften Papier, überprüften die Schulhofsicherheit und, und, und.

Allein für das Projekt „Wie stabil ist Papier“ verwendeten die Schüler 1200 A4-Bögen Papier, drei Rollen Endlospapier a 50 m, 20 Rollen Tesacrep, zehn Rollen Klebeband und unzählige Eierkartons. In vielen Versuchen fanden die Schüler heraus wie man Papier am besten faltet, knifft oder klebt um es sehr stabil zu machen. So kann das bestgefaltete Papierschiff 2200 gr. Steine tragen ohne unter zu gehen und ein Sessel aus Papier als Sitzgelegenheit genutzt werden. Aber auch Türme, Brücken und Spiele aus Papier bastelten die Schüler. „Wir sind alle sehr überrascht, was Papier alles aushält und richtig stabil sein kann“, berichtet Melina aus der Klasse 3a. Viel Wert legten die Schüler auch darauf, dass viele der Projekte einen direkten Bezug zu Borgsdorf haben.

Im Projekt „Wir untersuchen den Briesewald“ konnten die Schüler quasi vor der Haustür forschen. Zusammen mit dem Revierförster Udo Dominick unternahmen die Grundschüler Wanderungen durch den Briesewald. Dabei entdeckten die jungen Forscher wie lebendig der Wald ist, und was es alles so für Tiere und Pflanzen gibt, die man vorher noch nicht gesehen hatte. Für die Projektpräsentation bastelten die Schüler „Waldfühlkästen“. So konnten ihre Mitschüler den Wald nicht nur in Texten und Bildern betrachten, sondern auch fühlend erleben.

Schülern wie Lehrern hat die Projektwoche mit ihren Erlebnissen und Ergebnissen so sehr gefallen, dass alle der nächsten im neuen Schuljahr entgegen fiebern.


Quelle: Pressemitteilung der Stadt Hohen Neuendorf, v. 11.05.2012

 

Unheimliche Begegnungen in und mit Müllheim

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20 Jahre Städtepartnerschaft – Jubiläumsfeierlichkeiten vom 28. April bis 1. Mai 2012 in Müllheim/Markgräflerland

Hohen Neuendorf | Müllheim—Unheimlich war diese Begegnung zwischen Hohen Neuendorfern und Müllheimern im Rahmen der Festlichkeiten rund um den 20. Jahrestag der Städtepartnerschaft am 1. Mai, die in diesem Jahr von und in Müllheim ausgerichtet wurden: Unheimlich herzlich, unheimlich gastfreundlich, unheimlich abwechslungsreich und unheimlich schön gestalteten die Müllheimer unter der Federführung der Vorsitzenden des Partnerschaftskomitees Monika Eitel, ihrer designierten Nachfolgerin, der multitalentierten Powerfrau Hannelore Keil und der Kulturdezernentin Andrea Fahrnholz diese Festtage. Die rund 160 mitgereisten Hohen Neuendorfer erlebten in Gastfamilien einen Besuch bei Freunden und fühlten sich wie zuhause—sowohl in den privaten als auch den öffentlichen Teilen der Veranstaltung: auch das steckt ja in einer unHEIMlichen Begegnung! Nur eines blieb beFREMDlich—es wollte den Alemannen nicht gelingen, den Preußen aus dem „karnevalistischen Notstandsgebiet“ ihre Tradition der Fasnacht nahezubringen, obwohl der freche, freundliche Fasnachtskobold Hudeli immer wieder mit dem Schlachtruf „suff de Wie“ (Trink den Wein) - „Hudeli“! eine angenehme Gemeinsamkeit heraufbeschwor.

Mitgereist waren Stadtverordnete, Kulturschaffende, Imker, Blechbläser, Fußballer, Mitglieder der Kirchengemeinde, Feuerwehrleute, Verwaltungsangehörige, ein Presseteam und interessierte Bürger. Mit den ersten nach 12 Stunden und 850 Kilometern Busfahrt steifen Schritten auf den Müllheimer Marktplatz plumpsten die Gäste mitten ins Festgeschehen. Bei Kaffee und Kuchen fischten sich die Musiker des Hohen Neuendorfer Fanfarenzuges ihre Instrumente aus dem Bauch des Busses und eröffneten den festlichen Reigen mit einem Platzkonzert—unterstützt von Hannelore Keil.

Der Abend der Anreise war der bildenden Kunst gewidmet. Die Hohen Neuendorfer Kunst, mit Werken und zum Teil persönlcih vertreten durch Jolenta Dorzewska-Pötting, Gudrun Eiser, Hans-Dieter Fiedler, Jürgen Gerhard, Dieter Gleffe, Anja Krämer, Christa Koslitz, Ingeburg Lange, Eberhard Lenk, Norbert Schäfer-Eiser und Susanne Zinser sowie der Ausstellung „Ran an den Speckgürtel“ aus der traditionellen „Weiber@rt & Mannsbilder“ stattete Müllheim auf mehreren Ausstellungsebenen einen Gegenbesuch ab. Eine Einführung gab Prof. Dr. Werner Pauly. Das mit einem Lichthof und einer guten Akustik ausgestattete Müllheimer Rathaus bietet für diese facettenreiche Innenansicht in Hohen Neuendorfer Befindlichkeiten einen hervorragenden Rahmen. Die Organisatorin der „Weiber@rt“ beschrieb die das Spannungsfeld von „Hausfrau“ bis „Profi“ als als „bunte, explosive, spannende Mischung“. Unterstützt wurde die Vernissage von einer musikalischen Welturaufführung—Müllheimer Musiker, unter ihnen Hannelore Keil, hatten ein Partnerschafts-Blechbläserquintett ins Leben gerufen und inszenierten den farbintensiven Festauftakt musikalisch klanggewaltig, zu Ehren der Gäste u.a. mit dem Brandenburglied. Ein Werk von Dieter Gleffe, ein Triptychon einer Stadtansicht mit den markantesten architektonischen Merkmalen Hohen Neuendorfs, darf dauerhaft in Müllheim bleiben und wird als Gastgeschenk der Stadt Hohen Neuendorf künftig das Amtszimmer der Bürgermeisterin Astrid Siemes-Knoblich zieren.

Den Festakt am Sonntag, 29. April, eröffnete das Jugendorchester Müllheim gemeinsam mit dem gemischten Kirchenchor aus Hohen Neuendorf und Müllheim, die im Rahmen des Festgottesdienstes noch einmal Auszüge der Kantate von Dietrich Buxtehude „alles, was ihr tut“ zur Aufführung brachten. Gemeinsam leiteten die beiden Gemeindepfarrer Gerd Siehl und Volker Dithmar durch den Gottesdienst, war die Freundschaft schließlich in den 60ern durch die Menschen beider Kirchengemeinden begründet worden. Die Predigt des Hohen Neuendorfer Pfarrers mahnte an die Vergänglichkeit des Sichtbaren. „Gemeinsame Ausflüge sind noch keine Freundschaft“, sagte er, „erst daraus wachsende Liebe, Vertrauen und Vertrautheit begründen Freundschaft. Eine Städtepartnerschaft ist idealerweise eine Freundschaft, die über Generationen reicht, weil sich die Fremden einander vertraut gemacht haben.“ Im anschließenden Festakt übermittelte Monika Eitel Grüße und Glückwünsche des Bundespräsidenten und verlieh der Hoffnung Ausdruck, dass „unsere Partnerschaft Kreise zieht, uns neue Erfahrungen sowie Begegnungen schenkt und weiterhin sein kann, was sie schon in den ersten behutsamen Anfängen war: ein Stück gelebte Einheit“. Klaus-Dieter Hartung schlug in seinem Grußwort die Brücke von der Vergangenheit in die Zukunft. Von Beginn, als Müllheims Pfarrer Alfred Schönbucher und andere Gemeindemitglieder die Hohen Neuendorfer besuchten und unterstützten über die Wendezeit, in der Müllheim den demokratischen Verwaltungsaufbau in Hohen Neuendorf maßgeblich prägte. „Gäbe es einen Beipackzettel für Verwaltungsleistungen, würde in Hohen Neuendorf auf so manchem noch „made in Müllheim“ zu finden sein“, betonte er augenzwinkernd. Sein Herzensanliegen sei jedoch, die Freundschaft in die nächsten Generationen weiterzutragen. Und so überreichten sich beide Bürgermeister gegenseitig einen Gutschein bzw. Scheck verbunden mit dem Bekenntnis, ein Kennenlernen zwischen der Dr. Hugo Rosenthal Oberschule und der Müllheimer Adolph-Blankenhorn-Werkrealschule in die Wege zu leiten.

Des Nachmittags bestiegen Einheimische und Gäste Schusters Rappen, um jeweils rund 8 Kilometer durch den weitgehend naturbelassenen 1600 ha großen Stadtwald in die Müllheimer Ortsteile Zunzingen bzw. Feldberg zu wandern, wo sie unterwegs und am Zielort je auf das Köstlichste mit lokalen Spezialitäten bewirtet und Kultur unterhalten wurden. Obstler aus hofeigenen Brennereien—in Baden-Württemberg haben Obstbauern ein verbrieftes Recht auf das Brennen von bis zu 300 Litern Alkohol im Jahr—, Schäufele (ein zartes Stück Fleisch aus der Schulter des Schweines), und schwäbischer, mit Senf gewürzter Kartoffelsalat, gereicht mit dem speziellen Fladen-Bauernbrot „Scharwaie“ lieferten die geeignete Grundlage, sich nach der Wanderung gestärkt dem intensiven Austausch von Gedanken, Gepflogenheiten und Kontaktwünschen zu widmen. Ein Pendant zum Feldberger Männergesangsverein sollte in Hohen Neuendorf problemlos zu finden sein, schwieriger gestaltet sich das schon bei den bekennenden „Schnauzbartträgern“… - ein weiterer Impuls für die kulturelle Entwicklung Hohen Neuendorfs?

Stand der Montagnachmittag ganz im Zeichen von Stadtbesichtigungen in Basel, Freiburg oder für „Erstgäste“ Müllheim, gehörte der Partnerschaftsabend mit einem bunten Kulturprogramm aus beiden Kommunen ganz dem Kulturaustausch, der allerdings in der Karnevalisitik eine nahezu natürliche, aber auch einzige Begrenzung fand. Ansonsten tauschten die Ensembles Musiker, Sänger und Tänzer nahezu beliebig miteinander aus. Lediglich die jungen Hüpfer der akrobatischen Seilspring-Abteilung „Rope Skipping“ des Tanzsportclubs Alemannia 08 Müllheim blieben unter sich, die Gäste waren nach Wanderungen und Stadterkundungen doch etwas fußlahm geworden.

Die Hohen Neuendorfer wurden mit offenen Armen willkommen geheißen und mit Beteuerungen, sich sehr bald wiederzusehen, verabschiedet—ein Wunsch der auf beiden Seiten ehrlich gilt! Bis bald in Hohen Neuendorf, liebe Müllheimer, und herzlichen Dank für Alles!


Quelle: Pressemitteilung der Stadt Hohen Neuendorf, v. 11.05.2012

 

Tag der offenen Tür bei der Feuerwehr in Hohen Neuendorf

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Freiwillige Feuerwehr in Hohen Neuendorf veranstaltet am Samstag, 12. Mai 2012, ihren traditionellen Tag der offenen Tür

Hohen Neuendorf – Die Freiwillige Feuerwehr in Hohen Neuendorf veranstaltet am Samstag, 12. Mai 2012, ihren traditionellen Tag der offenen Tür rund um das Feuerwehrgerätehaus in der Waldstraße 4. 
Festbeginn ist am Samstag um 10 Uhr. Als diesjähriges Highlight wird der mobile Blutspendedienst vor Ort sein. Unsere Bürgerinnen und Bürger sind aufgerufen in der Zeit von 10-13 Uhr ihr Blut zu spenden. 

Neben der Blutspendenaktion erwartet die Besucher wieder Essen und Trinken in gewohnter Feuerwehrqualität. Der Kuchenbasar in der Fahrzeughalle lädt zu einem gemütlichen Schwatz bei Kaffee und selbst gebackenem Kuchen ein. Die Feuerwehr hat für Jung und Alt ein buntes Programm auf die Beine gestellt. Die Kleinen können an der Spritzwand erste Erfahrungen als Feuerwehrmann sammeln, während ihre Eltern mehr über die Arbeit der Feuerwehr erfahren und wichtige Sicherheitstipps zum richtigen und vorsichtigen Umgang mit Feuer bekommen. Von der Feuerwehrmodenschau bis hin zu diversen Vorführungen ist alles dabei! Darüber hinaus warten die Ein-satzfahrzeuge der Wehr auf neugierige Festgäste. 

Die Jugendfeuerwehr demonstriert ihr Können mit einer Schauübung. 

Es ist rund um das Gerätehaus eine große Spielstraße aufgebaut. In diesem Jahr begrüßen wir auch Gäste wie das Technische Hilfswerk, der Hundestaffel oder der GASAG. Wir freuen uns auf ihren Besuch.

Wir helfen Ihnen –
Helfen Sie uns mit Ihrem Besuch!

Programm

1) Technikmeile: Ausstellung aller feuerwehrtechnischen Gerätschaften
Jeder Besucher erhält die Gelegenheit unter fachkundiger Anweisung mit dem Gerät zu arbeiten.

2) Es stehen Übungs-Feuerlöscher für unsere Besucher zur Verfügung. Hier kann jeder an der "Übungswanne" einmal unter sachkundiger Anleitung ein echtes Feuer löschen.

3) Ausstellungen:
# Alle Einsatzfahrzeuge des Löschzuges Hohen Neuendorf
# Fahrzeuge und Ausrüstung des Technischen Hilfswerkes
# Einsatzfahrzeug NBB/GASAG
# Infostrecke Einsatzabteilung/ Jugendfeuerwehr

4) Vorführungen:
# Modenschau: Präsentation von Feuerwehrschutzanzügen und Uniformen
# Fettexplosion/ Verhalten bei Fettbränden
# Ablöschen eines Palettenhauses durch die Jugendfeuerwehr
# Rettungshundestaffel des Landkreises Havelland

5) Blutspende
# Jeder Besucher erhält die Gelegenheit bei dem mobilen Blutspendedienst Blut zu spenden. Hierfür bitte den Personalausweis mitbringen und falls vorhanden den Blutspendepass.

6) Für die Kinder:
# Spielerische Brandschutzerziehung mit dem Rauchhaus des Kreisfeuerwehrverbandes Oberhavel
# Hüpfburg
# Wasserspiele mit der Jugendfeuerwehr
# Kistenstapeln

7) Für das kulinarische Wohl ist auch gesorgt. Es gibt Gegrilltes, Kaffee und Kuchen, alkoholfreie und alkoholische Getränke


Quelle: Pressemitteilung der Stadt Hohen Neuendorf, v. 03.05.2012

 


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Rechtsanwalt Guido Kröger ist Präsidiumsmitglied des SV Blau Weiß Hohen Neuendorf